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„Platz“ für Fortgeschrittene – Blickkontakt und Impulskontrolle perfektionieren

„Platz“ für Fortgeschrittene – Blickkontakt + Distanz

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Dauer 6 minNiveau FortgeschrittenFokus „Platz“ für Fortgeschrittene – Blickkontakt + Distanz
Was du in dieser Lektion lernst
  • Blickkontakt im Liegen markieren
  • Liegedauer mit Blick steigern
  • Erste Distanzschritte aufbauen
  • Bewegung um den Hund trainieren
  • „Platz“ immer aktiv auflösen

„Platz“ für Fortgeschrittene verbindet das Liegenbleiben aus Tag 18 mit Blickkontakt und ersten Distanzschritten – die Kombi, die Impulskontrolle wirklich trainiert.

Mithilfe des Protocol for Relaxation lernt dein Hund, ruhig zu bleiben, wenn du dich bewegst. Schritt für Schritt, ohne Druck.

Du hast aus Tag 18 ein sauberes „Platz“ – jetzt gehen wir den nächsten Schritt: „Platz“ für Fortgeschrittene. In dieser Stufe kombinieren wir das Liegenbleiben mit Blickkontakt und ersten Schritten Distanz. Der Blickkontakt fördert die Aufmerksamkeit, gibt deinem Hund einen klaren Fokuspunkt und stärkt seine Impulskontrolle deutlich.

Hier hilft uns das Protocol for Relaxation als didaktisches Werkzeug: dein Hund lernt, dem Impuls zu widerstehen, dir sofort zu folgen, wenn du dich bewegst. Mit gezielten Wiederholungen baut sich Entspannung auf – dein Hund bleibt liegen, sieht dich an, bleibt ruhig.

Mehr als nur Hinlegen – was „Platz“ für Fortgeschrittene meint

Das Signal „Platz“ gehört zu den grundlegenden Kommandos. Doch in der fortgeschrittenen Variante eröffnet es viele neue Möglichkeiten im Alltag. Es geht über das einfache Liegenbleiben hinaus und verbindet Blickkontakt und Impulskontrolle – zwei Werkzeuge, die deinem Hund helfen, auch in anspruchsvollen Momenten ruhig zu bleiben.

Impulskontrolle als Schlüssel zum Erfolg

Das „Platz“ wird durch die Kombination mit Blickkontakt zu einer effektiven Übung für Impulskontrolle. Viele Hunde haben die Tendenz, aufzustehen, sobald du dich bewegst oder etwas Aufregendes passiert. Indem du den Blickkontakt festigst, lernt dein Hund, seine Impulse zu kontrollieren und ruhig liegen zu bleiben – selbst wenn du den Raum verlässt oder Ablenkungen entstehen.

Das Protocol for Relaxation bietet eine strukturierte Schritt-für-Schritt-Anleitung dafür. Es trainiert nicht nur das ruhige Liegen, sondern auch das Vertrauen, dass nichts Schlimmes passiert, wenn du dich entfernst.

Warum Blickkontakt wichtig ist

In der fortgeschrittenen Version des „Platz“ wird der Blickkontakt als zusätzliches Element eingebaut. Warum? Weil er deinem Hund signalisiert, dass er sich auf dich konzentrieren soll – auch wenn Ablenkungen passieren. Es entsteht eine mentale Verbindung zwischen euch, die deinem Hund hilft, ruhig zu bleiben und sich nicht von Reizen überwältigen zu lassen.

Hunde sind visuelle Tiere. Mit dem Blickkontakt verstärkst du ihre Fokussierung auf dich. Das ist besonders hilfreich, wenn dein Hund auf andere Hunde, Menschen oder Geräusche trifft. Mit festem „Platz“ und Blickkontakt hat er einen klaren Anker.

Hund liegt im Platz vor einem Zaun.
Liegen plus Blickkontakt: der Hund bleibt im Platz und ist gleichzeitig mental bei dir.

Alltagssituationen meistern

Mit verlässlichem „Platz“ und Blickkontakt meistert ihr viele Herausforderungen entspannter. Ob ihr im Café sitzt und der Hund liegen soll, ob ihr an einer Straße steht oder ihr Besuch begrüßt – ein „Platz“ mit zusätzlichem Blickkontakt gibt euch beiden Sicherheit. Es wird zu einem unverzichtbaren Signal im Alltag und stärkt eure Kommunikation.

So baust du das fortgeschrittene „Platz“ auf

  1. Platz aus Tag 18 festigen: 2–3 saubere Wiederholungen „Platz – Auflösen“ als Aufwärmer.
  2. Blickkontakt einbauen: Hund liegt. Sobald er von selbst hochsieht → Marker + Leckerli am Boden.
  3. Dauer steigern: Erst 1 Sekunde Blick + Liegen halten, dann 3, dann 5, dann 10. Immer in Schritten, die der Hund schafft.
  4. Erster Schritt zurück: Mache einen kleinen Schritt seitlich. Bleibt der Hund + sieht dich an → Marker. Geh zurück zu ihm, belohne dort.
  5. Distanz ausbauen: 2, 3, 5 Schritte. Immer zurück zum Hund laufen, nicht ihn rufen.
  6. Erste Bewegung um den Hund: Kleine Runde um den liegenden Hund. Marker, wenn er bleibt.
  7. Aktiv auflösen: Immer mit „Ok“ oder „Lauf“ – nie den Hund selbst entscheiden lassen.

Häufige Fehler – und wie du sie vermeidest

  • Beide Schritte gleichzeitig. Erst Blickkontakt sicher, dann Distanz. Nicht beides am gleichen Tag steigern.
  • Hund zum Belohnen rufen. Löst das Platz unbewusst auf. Wir gehen immer zurück zum Hund und belohnen am Boden.
  • Belohnung in die Höhe geben. Hochlocken bedeutet Aufstehen. Leckerli flach am Boden, neben den Vorderpfoten.
  • Frustriert weiterschieben. Wenn der Hund nicht halten kann, war eine Stufe zu groß. Eine zurück, festigen, erneut versuchen.
  • Auflösen vergessen. Ohne aktives Auflösen lernt der Hund: Platz ist eine lose Empfehlung. Jedes Platz wird beendet.

Unser Vitomalia-Fazit

Das fortgeschrittene „Platz“ ist mehr als die Erweiterung des einfachen Liegenbleibens. Es bringt deinem Hund bei, körperlich ruhig zu sein und mental bei dir zu bleiben – egal wie ablenkend die Umgebung ist. Der Blickkontakt stärkt die Bindung, die Impulskontrolle macht ihn geräuschtoleranter. Mit dem Protocol for Relaxation als Werkzeug lernt er, dass dein Weggehen kein Drama ist.

In Tag 20 gehen wir die nächste Stufe: das Profi-„Platz“ – unter echten Außenreizen, mit klaren Etappenzielen und maximaler Stabilität.

Trainingsschritte

  1. Platz aus Tag 18 mit 2–3 Wiederholungen festigen.
  2. Blickkontakt einbauen: Hund liegt, schaut hoch → Marker + Leckerli am Boden.
  3. Dauer steigern: 1, 3, 5, 10 Sekunden Blick + Liegen.
  4. Erster Seitschritt: bleibt der Hund + Blick → Marker. Zurück zum Hund, belohnen.
  5. Distanz schrittweise: 2, 3, 5 Schritte zurück.
  6. Kleine Runde um den liegenden Hund laufen – Marker, wenn er bleibt.
  7. Auflösen mit „Ok“ oder „Lauf“ – immer aktiv.
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