Impulskontrolle Training beim Hund
Vitomalia

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5 Tipps für die Impulskontrolle

Was ist Impulskontrolle?

Impulskontrolle beim Hund ist eines der wichtigsten Dinge. Hunde sind sehr impulsive Tiere und in der Natur hat dieses Verhalten auch seine Berechtigung, jedoch ist es mit dem Hund, der in unserer Gesellschaft lebt, nicht zu vereinen. Hunde müssen sich in einigen Situationen beherrschen und dürfen nicht beliebig das tun, wonach ihnen gerade ist. Viele Aspekte des natürlichen Verhaltens eines Hundes sind in der menschlichen Welt nicht angemessen oder nur kontrolliert angemessen, wie z.B. das Jagen, Beissen usw.

Die Impulskontrolle ist die bewusste und erwünschte Kontrolle von Gefühlen und Affekten.

Sie ist somit ein Teil der Selbstkontrolle, indem durch äussere Reize entstandene Erregungen (Affekte) reguliert werden und kann in vielen Situationen nützlich sein. Ein Hund, der seine Impulse kontrollieren kann wartet geduldig und fordert nicht auf, springt fremde Menschen nicht an, bellt nicht alles zusammen wenn es an der Haustür klingelt und kann auch sein Jagdverhalten kontrollieren.

Neben den Affekten gibt es auch noch die biologischen Grundbedürfnisse, zu denen: Fressen, Schlafen, Trinken, sich Lösen usw. gehören. Es ist die Aufgabe eines jeden Hundehalters, dass diese Grundbedürfnisse gestillt werden, so dass ein nach Futter bettelnder Hund nicht bettelt, weil er wirklich grossen Hunger hat. Wenn wir also sicher stellen, dass die Grundbedürfnisse unseres Hundes befriedigt sind, dann erst können wir mit dem Training ansetzten.

Ziele der Impulskontrolle

Die Impulskontrolle soll dir vor allem in deinem alltäglichen Leben mit deinem Hund helfen. Sie hilft dir bei der Fütterung, bei Giftködern draussen, beimWarten an der Ampel, beim Spielen, bei Begegnungen mit anderen Hunden und bei Jagdverhalten.

Bei der Impulskontrolle sollte der Hund lernen auch ohne unsere ständige Anleitung und Überwachung sein Verhalten zu regulieren. Aber der Hund sollte auch lernen, was er tun soll, ohne ständig unter unserer Anleitung zu stehen. Dein Hund benötigt also eine Reihe von „Standardverhalten“ zu denen primär die Grundgehorsam gehört. Dieses Standardverhalten, das dein Hund im Schlaf können sollte, dient dir bei der Impulskontrolle als sogenanntes „Alternativverhalten“. Die Grundgehorsam ist die Grundvoraussetzung der Impulskontrolle.

Dein Hund wird nicht bestraft für Verhalten, das er tut sondern lernt, welches Verhalten er anstatt dessen zeigen sollte: „Das soll ich nicht“ aber „Das darf ich“. Alternativverhalten ist besonders nachhaltig, weil dein Hund nicht nur in der jeweiligen Situation lernt, was er nicht soll, sondern auch in Zukunft weiss wie er sich alternativ verhalten soll.

5 Tipps für die Impulskontrolle

 

Tipp 1:  Biologische Grundbedürfnisse stillen, bevor der Hund überhaupt das Bedürfnis empfindet!

Klingt erstmal total logisch aber wenn man sich bewusst macht, was das bedeutet, dann hat man schon einen grossen Schritt geschafft. Da die meisten unserer Hunde mit uns gemeinsam in Haushalt leben, können sie nicht aus freier Entscheidung fressen, wenn sie möchten oder sich lösen, wenn sie müssen. In dieser Hinsicht sind Hunde sehr abhängig von uns und um so wichtiger ist es, die Grundbedürfnisse zu stillen. Zu den biologischen Grundbedürfnissen zählt alles, was für das Leben notwendig ist: Fressen, Schlafen, Lösen usw.

Dein Hund muss lernen, dass du seine Bedürfnisse früh genug stillst und es somit nicht in eine „Notlage“ gerät, in der er selber dafür sogen muss. Füttere deinen Hund also schon bevor er Hunger empfindet, gehe mit ihm raus, noch bevor er muss. Hunde können diese Art von Impulsen nur dann kontrollieren, wenn sie gestillt wurden. Sofern dein Hund von dir gelernt hat, dass du seine biologischen Grundbedürfnisse im Griff hast, kann er dir vertrauen und muss deshalb keine Eigeninitiative ergreifen. Hat dein Hund es nicht gelernt, wird er nach einer eigenen Lösung suchen, um seine biologischen Grundbedürfnisse zu stillen und wird dich auffordern, oder noch schlimmer, die Initiative selber ergreifen.

Für dich bedeutet das:

  • Rechtzeitig Spazieren gehen, damit dein Hund sich lösen kann und dich nicht auffordern muss
  • Körperlich wie geistig auslasten und nicht warten bis dein Hund unausgelastet vor dir steht, weil der Hund Beschäftigung benötigt
  • Füttern noch bevor der Hunger verspürt, also wenn er ruhig und entspannt ist und dich nicht auffordert

Tipp 2: Aufforderndes Verhalten kontrollieren und koordinieren

Impulsives Handeln beim Hund bedeutet auch, dass dein Hund dich zu etwas auffordert. Er fordert dich auf, ihm etwas von deinem Teller zu geben oder vielleicht mit dir zu spielen. Aufforderndes Verhalten sollte weder bestätigt noch bestraft werden. Da du im ersten Tipp bereits gelernt hast seine Grundbedürfnisse schon frühzeitig zu erkennen und diesen nachzugehen, weisst du dass dein Hund nun auffordert und nicht wirklich etwas benötigt. Der Hund muss lernen, was er darf und das sein aufforderndes Verhalten nichts bei dir bewirkt. Hier gilt natürlich, dass du deinen Hund beobachten sollst. Wenn er nämlich Durchfall hat und dich auffordert raus zu gehen, dann solltest du das ernst nehmen und deinen Hund rausführen. Aber in den wenigsten Fällen ist aufforderndes Verhalten wirklich ernsthaft.

Biete bei aufforderndem Verhalten immer ein Alternativverhalten an, dass dein Hund stattdessen macht. Hierzu dienen wunderbar die Grundkommandos oder etwas leichtes, dass dein Hund problemlos ausüben kann. Wir zeigen es dir anhand des Beispiels: Futterbetteln am Esstisch.

  • Auffordendes Verhalten: Hund bettelt am Essenstisch nach Futter
  • Alternativverhalten: Hund wird auf seinen Platz geschickt
  • Belohnung: Sobald der Hund sich auch seinem Platz beruhigt hat, erhält er ein Kauartikel oder einen gefüllten KONG. Ignoriere ihn so lange, bis er ruhig und ausgeglichen ist. Falls nötig wiederhole diesen Vorgang immer wieder, bis dein Hund am Platz bleibt. Gegebenenfalls führst du ihn zu seinem Platz.
  • Lernerfolg: Wenn ich auffordere, bekomme ich nichts. Wenn ich mich ruhig auf meinen Platz zurückziehe, dann werde ich belohnt

Tipp 3: Freigabe & Abbruch Signalwörter im Alltag integrieren

Dieser Tipp ist ein besonders wichtiger Tipp und sollte für alle möglichen Situationen verwendet werden. Freigabe und Abbruch haben eine sehr wichtige Funktion für deinen Hund: sie geben deinem Hund eine klare Linie vor, an der dein Hund sich orientieren kann und genau weiss, was er wann darf. Im Gegensatz zu uns Menschen haben Hunde nicht die Fähigkeit zu Abstrahieren. Das liegt vor allem an der Gehirnstruktur und bedeutet für die Erziehung deines Hundes immer, dass du ganz klare Vorgaben machen musst.

Dein Hund soll mithilfe der Freigabe & Abbruch Signalwörter keine eigenen Entscheidungen treffen. Hier geht es ganz klar nicht darum, deine Überlegenheit zu demonstrieren oder deine Macht, sondern vielmehr jede Situation unter Kontrolle zu haben. Sobald du als Hundehalter keine Kontrolle über eine Situation hast, hast du verloren und dein Hund wird unerwartet eigene Entscheidungen treffen.

In vielen Situationen ist es sehr wichtig klare Freigabe und Abbruch Signalwörter einzubauen:

  • Hunde, die alles vom Boden fressen (Giftköder Gefahr) 
  • Hunde, die willkürlich beissen und zerren (spielerisch oder ernsthaft)
  • Unkontrolliertes und aufgedrehtes Verhalten (bei Besuch)
  • Hunde, die alles jagen was sich bewegt (Ball, Tiere, Kinder)
Tipp 3 Unterpunkt: Fütterung aus dem Napf

Unkontrolliertes Fressen, einfach alles runter schlingen und überhaupt keine Grenzen respektieren ist Verhalten, das ebenfalls unter die Impulskontrolle fällt. Jede Fütterung sollte kontrolliert werden und eine gewisse Ruhe rein bringen. Das hilft nicht nur bei willkürlichem Fressen draussen und der Gefahr einen Giftköder zu fressen, sondern hilft dir zudem besonders gut bei der Ressourcenverteidigung. Jede deiner Fütterungen, die du deinem Hund in seinem Napf gibst, sollte ab heute so aussehen:

  • Halte deine Hand über das Futter, so dass dein Hund es nicht direkt fressen kann
  • Wenn dein Hund besonders stürmisch ist, dann kannst du ihn leicht mit deiner Hand wegdrücken. Bei so manch einem Hund kann das zur echten Frustration führen aber hier ist deine Geduld gefragt
  • Irgendwann (das kann je nach Hund wenige Sekunden bis mehrere Minuten dauern) wird dein Hund aufgeben
  • Erst wenn dein Hund dich anschaut, nimmst du deine Hand weg und gib das Futter frei mit dem Signalwort „Nimm“.
  • Tipp: Welches Freigabe Signalwort du benutzt ist total egal, versuch aber nicht „O.K.“ zu verwenden, weil du es viel zu häufig in deinem alltäglichen Sprachgebrauch verwendest

Übe das bei jeder Fütterung und du wirst sehen, irgendwann wird dein Hund nicht mehr einfach auf das Futter los stürmen sondern geduldig warten, bis du das Futter freigibst. Irgendwann wirst du dann auch nicht mehr deine Hand davor halten müssen, weil dein Hund geduldig wartet.

Vito hat dieses Verhalten von Beginn an bei uns gelernt. Als er noch kein ganzes Jahr alt war, hatten wir ihm an einem Samstag Futter in den Napf gegeben und sind dann in der Wohnung rum gewuselt, haben aufgeräumt, bis wir hörten, dass er winselte. Als wir zu ihm gingen, sass Vito brav vor seinem Napf und wartete, weil er das Freigabe Signalwort von uns nicht bekommen hat. Es war ein Versehen und wirklich schade für den Süssen, aber das Verhalten hilft enorm weiter bei Giftködern oder Essen, das frei zugänglich in der Wohnung steht. Wir müssen uns nie Gedanken machen, dass Futter vom Esstisch gefressen wird, weil weder Amalia noch Vito etwas davon nehmen würden. 

Tipp 3 Unterpunkt: Leckerlis in Reichweite

Um das impulsive Fressen deines Hundes noch besser zu kontrollieren, hilft es nicht nur das Fressen aus dem Napf mit einem Freigabe Signalwort zu verknüpfen, sondern allgemein jedes Fressen, das nicht unmittelbar aus der Hand gegeben wird:

  • Schmeisse einige Leckerlis auf den Boden oder platziere sie auf deinem Couchtisch so, dass dein Hund theoretisch leicht daran kommen würde und auch sieht, dass sich da Leckerlis befinden
  • Beide Methoden sind sinnvoll und sollten auch in beiden Varianten geübt werden, damit dein Hund lernt nichts vom Boden zu fressen und auch nichts vom Couchtisch zu nehmen
  • Sobald dein Hund an die Leckerlis möchte, hältst du deine Hand dazwischen oder gibst ein klares Abbruch Signal wie „Nein“
  • Korrigiere deinen Hund jedes Mal, wenn er versucht, die Leckerlis zu nehmen
  • Sobald es dich anschaut, kannst du sie freigeben mit „Nimm“
Tipp 3 Unterpunkt: Besuch

Besuch oder die Haustürklingel sind ebenfalls Situationen, in denen der Hund impulsiv reagiert und dann beginnt zu bellen, den Besuch stürmisch zu begrüssen oder sogar anzuspringen. Bei uns gibt es da ganz klare Regeln. Jeder Besuch bekommt schon vorher die Instruktion: Hunde bitte ignorieren. Daran hält sich auch jeder brav, egal ob Freunde oder der Handwerker.  Es macht Sinn, so etwas mit Freunden zu üben, die wissen, dass sie für die nächsten Minuten nicht rein dürfen, damit das sauber aufgebaut wird.Es macht keinen Sinn diese Übungen in einer echten Situation zu üben. Nimm dir also einen Tag vor, an dem du dich mit einer Freundin oder einem Freund verabredest und nur das übst.

  • Sobald es klingelt wird der Hund auf seinen Platz geschickt und mit einem „Bleib“ da gelassen
  • Je näher der Besuch zur Tür kommt, desto mehr wird der Hund das Verlangen erleben, den Besuch zu begrüssen. Das muss aber streng unterbunden werden
  • Sobald dein Hund sich auch nur vom Platz bewegt, führe ihn direkt wieder auf seinen Platz. Mach das so oft, bis er da bleibt. Es darf keine Ausnahmen geben
  • Wenn der Besuch vor deiner Tür steht, gibt es direkt die Instruktion: „Hund bitte ignorieren“
  • Auch wenn der Besuch die Wohnung betritt, darf der Hund nicht aufstehen. Wenn er in dieser Situation aufsteht, wird er direkt wieder auf seinen Platz geschickt
  • Du kannst es alternativ auch mit einer Leine üben, indem du deinen Hund anleinst, oder aber mit der Hundebox
  • Erst wenn der Hund den Besuch komplett ignoriert und zur Ruhe gekommen ist (das kann auch Mal 1 Stunde dauern), darf er mit einem Freigabe Signal den Besuch begrüssen, z.B. mit „Sag Hallo“
Tipp 3 Unterpunkt: Pipi / Kacka

Das ist eine sehr häufige Frage, die wir gestellt bekommen, warum wir unseren Hunden die Signalwörter „Pipi“ und „Kacka“ beigebracht haben. Wie oben bereits erklärt, ist es für Hunde sehr wichtig klare Strukturen zu haben. Bei den Signalwörtern „Pipi“ und „Kacka“ geht es um die Freigabe, dass der Hund sich lösen darf. Es geht dabei nicht darum, dass der Hund sich auf das Freigabe Signalwort direkt löst und nur auf Kommando machen darf, sondern dass es eine Freigabe ist um ab jetzt schnüffeln und sich lösen zu dürfen. Gerade für diejenigen unter euch, die wie wir umzingelt sind von privaten Grünflächen, Vorgärten oder anderen Gebieten wo böse Bussgelder drohen, wenn der Hund sich da löst, ist es ideal dem Hund auf Freigabe beizubringen wo er darf. Ob das innerhalb der Freigabe direkt oder erst nach 50 Metern passiert ist dabei egal. Die Freigabe für das sich Lösen ist also eine Koordination des Ablaufes und kein Kommando, das unmittelbar vollzogen werden muss. Hier gilt natürlich immer an erster Stelle der erste Tipp, dass die biologischen Grundbedürfnisse deines Hundes gestillt sind und er nicht seit 24 Stunden einhalten muss er sich dann nicht lösen darf.

  • Üben kannst du das ganz leicht, indem du in der Anfangszeit bei jedem Geschäft entweder „Pipi“ oder „Kacka“ oder ein anderes von dir gewähltes Freigabe Signalwort sagst
  • Nach einiger Zeit wird dein Hund dann diese Freigabe mit der Aktion „sich Lösen“ verknüpfen (Konditionierung)
  • Nutze es jedes Mal, wenn dein Hund sich an bestimmten Stellen lösen darf und unterbinde es mit einem „Nein“ wenn er in Vorgärten usw. machen möchte. Eventuell musst du ihn dann an der Leine enger zu dir nehmen, damit er versteht, dass er da nicht machen soll aber woanders dann freigegeben wird
Tipp 3 Unterpunkt: Spiele

Zerrspiele, Zerren, beissen, fetzen, zerrspiel,

Ähnlich wie bei dem Freigabe Signalwort „Pipi“ und „Kacka“ werden wir oft gefragt, warum wir das Signalwort „Fass“ benutzen. Als Hundetrainer finden wir es eher erschreckend es nicht zu tun. Das wir diese Frage gestellt bekommen schockiert uns um so mehr. Natürlich finden viele das Wort an sich zu aggressiv aber für uns ist es sehr logisch es zu verwenden, denn wir benutzen es nicht im Alltag und so kann es auch zu keiner Verwechslung im Sprachgebrauch beim Hund kommen. Du kannst dafür jedes beliebige Wort benutzen aber vorzugsweise eins, das du sonst eher nicht benutzt.

Nur weil du ein Spielzeug in der Hand hälst oder ein Spielzeug in der Wohnung rum liegt, bedeutet es nicht, dass dein Hund willkürlich darauf rum beissen darf. Dafür solltest du spezielle Kauartikel definieren, die dein Hund immer zum Beissen oder Kauen nutzen darf (z.B. ein KONG, der immer verfügbar ist) und sonst sind alle anderen Spielsachen nur zum interaktiven Spiel gedacht. Ein gutes Beispiel ist hier die Beisswurst. Wir spielen sehr gerne mit unseren Hunden Zerrspiele und es liegen ab und zu auch Beisswürste oder Beissbretter bei uns in der Wohnung rum. Weder Vito noch Amalia gehen an diese Zerrspielzeuge dran, weil sie genau wissen wann gespielt wird und wann nicht. Woher wissen sie das? Na weil wir ihnen im Spiel immer ein klares Freigabe Signal geben und ein klares Abbruch Signal. Mit „Fass“ wird das Zerrspiel begonnen und mit „Aus“ beendnet. Wie man ein richtiges Zerrspiel aufbaut, erfährst du im Blog Zerren was das Zeug hält!

  • Übe klare Start und Abbruch Signalwörter und spiele nur mit diesen Signalwörtern, damit dein Hund genau abgrenzen kann wann gespielt wird und wann Schluss ist
  • So lernt dein Hund, dass nicht immer gespielt oder gebissen wird und nur weil ein Spielzeug auf dem Boden liegt
  • Das Spiel beginnt immer mit dem Freigabe Signalwort und nur in der Interaktion mit dir. Spielzeug ist nicht dafür gedacht, dass dein Hund sich alleine damit beschäftigt

Tipp 4: Blickkontakt

Blickkontakt ist deshalb so wichtig, weil sobald du den Blickkontakt zu deinem Hund hast, du die volle Aufmerksamkeit deines Hundes hast. Gerade in Situationen, in denen dein Hund den Drang verspürt etwas anderes tun zu wollen ist es essenziell Blickkontakt aufzubauen. Eine ideale Impulskontrolle ist so gegeben. So etwas übt man zuerst in einer reizarmen Umgebung und später dann draussen bei vielen unterschiedlichen Reizen. Den Blickkontakt kannst du mit oder ohne Signalwort üben. Wir zum Beispiel verwenden den Namen als Blickkontakt. Jedes Mal wenn wir den Namen sagen, möchten wir, dass uns unsere Hunde die Aufmerksamkeit schenken, die wir in dem Moment benötigen. Man kann aber auch mit einem Signalwort wie „Guck“ arbeiten.

  • Nimm dir ein Leckerli und halte es mit beiden Händen fest
  • Fahre vor die Nase deines Hundes und führe es bis vor deine Augen. Sobald dein Hund dir in die Augen schaut, bestätigst du ihn und gibst das Leckerli frei
  • In einem weiteren Schritt führst du das Leckerli vor deine Augen und nimmst deine Hände auseinander, so dass das Leckerli in einer deiner Hände ist
  • Sobald dein Hund dich anschaut, gibst du das Leckerli frei
  • Bei Profis kannst du dann den Blickkontakt verlängern oder draussen intensivieren

Tipp 5: Gassi gehen – Leinenführigkeit

Zur Impulskontrolle gehört auch eine saubere Leinenführigkeit. Ein Hund, der gut an der Leine laufen kann, weiss, dass er nicht pöbeln darf und springt auch nicht in die Leine. Bei der Leinenführigkeit heisst es: üben, üben, üben. Zu oft hören wir den Satz „Wir haben schon alles probiert, aber es klappt nicht!“. Dann habt ihr einfach nicht genug geübt. Du solltest die Leinenführigkeit mindestens täglich 2 Mal für je 30 Minuten üben. Und mit üben meinen wir nicht Mal ja Mal nein. Üben bedeutet sich nur darauf zu konzentrieren und Gassi gehen mit einem Ziel kannst du in der Zeit vergessen. Es wird ständig und in jeder Sekunde geübt und wie das am besten klappt, kannst du dir in unserem Blog zur Leinenführigkeit genau anschauen.

  • Es beginnt bereits mit dem Anleinen, dass dein Hund ruhig ist und nicht wild hin und her rennt
  • Bringe deinen Hund ins Sitz und Leine ihn erst dann an, wenn er ruhig ist. Das kann bei einigen Hunden länger dauern, wird aber mit jedem Mal besser
  • Lasse deinen Hund neben dir laufen und blockiere ihn gegebenenfalls an der Wand
  • Nutze zur klaren Abgrenzung ein Halsband für Gassi Gänge wo Leinenführigkeit verlangt wird. Benutze das Geschirr, wenn der Hund auch mal vor dir laufen darf oder an der Schleppleine ist

Impulskontrolle ist das A und O

Neben der Grundgehorsam mit den Grundkommandos, gehört die Impulskontrolle zu den wichtigsten Helfern im Alltag. Wenn dein Hund die oben genannten Punkte bereits wunderbar beherrscht, kannst du noch einen Schritt weiter gehen. Übe mit bewegten Objekten und Spielzeugen die Impulskontrolle, indem du ein Spielzeug wirfst, dein Hund aber nicht hinter her rennen darf. Erst bei einem erfolgreichen Blickkontakt gibst du das Apportieren des Spielzeugs mit einem Freigabe Signalwort wie z.B. „Hol“ frei. Je besser dein Hund darin wird, desto mehr kannst du den Schwierigkeitsgrad erhöhen.

Viel Spass beim Üben!

 

Halt die Ohren steif und immer der Nase nach!

 

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