Verstehen und Erfüllen: Die Wesentlichen Bedürfnisse vom Hund

[Woche 01] Tag 01: Vorbereitung & Richtiges Trainieren

Grundbedürfnisse des Hundes

Dieses Video und Training ist Teil des Vitomalia Leinenführigkeits Konzepts, einem strukturierten Programm zur Verbesserung der Leinenführigkeit bei Hunden. Das Konzept ist didaktisch und methodisch sorgfältig aufgebaut, um sicherzustellen, dass jede Übung auf der vorherigen aufbaut und maximale Effektivität erzielt. Es ist entscheidend, dass du das Training in der vorgesehenen Reihenfolge durchführst, um die besten Ergebnisse mit deinem Hund zu erzielen.

Im Gegensatz zum Menschen kommunizieren Hunde hauptsächlich nonverbal, weshalb es ihnen schwerer fällt, uns ihre Bedürfnisse mitzuteilen. Stell dir vor, du sollst auf nüchternen Magen und ohne ausreichenden Schlaf anfangen, für eine Prüfung zu lernen. Klingt schwierig, nicht wahr? Genau diese Herausforderung stellen wir oft unseren Hunden, wenn wir mit dem Leinenführigkeitstraining beginnen, ohne ihre grundlegendsten Bedürfnisse zuerst zu erfüllen. So wie du fit sein musst, um zu lernen, so muss es dein Hund ebenfalls sein, um neue Konzepte zu lernen. Bevor du also mit dem Leinenführigkeitstraining beginnst, erklären wir dir, wie du bedürfnisorientiert trainierst.

Ziel: Du verstehst, dass Leinenführigkeit ganzheitlich betrachtet werden muss und die Bedürfnisse deines Hundes erfüllt sein müssen


Equipment: Hundebett, Hundefutter, Leckerli, Du & andere Sozialpartner (Menschen oder Hunde)


Ort: Zuhause


Dauer: täglich



Das Konzept, dass Tiere, einschließlich Hunde, effektiver lernen und sich besser konzentrieren können, wenn ihre Grundbedürfnisse erfüllt sind, ist in der Tierverhaltensforschung und Tierpsychologie weit verbreitet. Es basiert auf der grundlegenden Annahme, dass ein Tier, das in einer gesunden, sicheren und nährenden Umgebung lebt, psychologisch besser in der Lage ist, sich auf komplexe Aufgaben wie Training und Lernen zu konzentrieren.

Grundbedürfnisse eines Hundes gemäß der Maslowschen Bedürfnispyramide

Es ist essenziell, die Grundbedürfnisse deines Hundes zu verstehen und zu erfüllen, bevor du mit dem Leinenführigkeitstraining beginnst. Die Maslowsche Bedürfnispyramide, ein Konzept aus der Humanpsychologie, kann uns helfen, die Bedürfnisse deines Hundes besser zu verstehen. Um die Bedürfnisse deines Hundes tiefergehend zu verstehen, schauen wir uns jede Ebene der Maslowschen Bedürfnispyramide im Detail an und wie diese in Bezug auf Hunde interpretiert werden können.

Das Bild stellt eine angepasste Version der Maslowschen Bedürfnispyramide dar, speziell modifiziert für die Bedürfnisse von Hunden. Die Ebenen sind dabei wie folgt aufgebaut, von der Basis bis zur Spitze:  Körperliche Grundbedürfnisse: Dies ist die Basis der Pyramide, die die fundamentalen physischen Anforderungen wie Nahrung, Wasser, Schlaf und Obdach repräsentiert. Sicherheit & Führung: Auf der zweiten Ebene geht es um das Bedürfnis nach Sicherheit, Schutz und stabiler Führung, was für Hunde durch ein sicheres Zuhause und eine klare Position in ihrem sozialen Gefüge (z.B. innerhalb der Familie oder des "Rudels") gewährleistet wird. Sozialkontakt: Diese Ebene unterstreicht die Wichtigkeit von sozialen Interaktionen und Bindungen, wie Liebe, Freundschaft und Zugehörigkeit, was für Hunde durch das Zusammenleben und die Interaktion mit ihren Besitzern und anderen Hunden erfüllt wird. Wertschätzung & Ich-Bedürfnisse: Hier geht es um die Anerkennung und das Selbstwertgefühl des Hundes, das durch Lob, positive Verstärkung und die Erfüllung seiner Rolle innerhalb des sozialen Gefüges gestärkt wird. Individualität: An der Spitze der Pyramide steht das Bedürfnis nach Selbstverwirklichung und Ausdruck der eigenen Persönlichkeit, was bei Hunden durch individuelle Aufmerksamkeit, Spiel und die Möglichkeit zur Entfaltung eigener Verhaltensweisen und Vorlieben erreicht werden kann. Diese Darstellung erkennt an, dass auch Hunde ein komplexes Set an Bedürfnissen haben, das über die rein physischen Grundbedürfnisse hinausgeht und emotionale sowie psychologische Aspekte mit einschließt.
Maslowsche Bedürfnispyramide an den Hund angepasst

Körperliche Grundbedürfnisse eines Hundes

Die körperlichen Grundbedürfnisse deines Hundes sind die Basis für sein Wohlergehen und seine Fähigkeit, sich auf das Training zu konzentrieren. 

  1. Richtige Ernährung: Eine nährstoffreiche, ausgewogene Ernährung ist für die Gesundheit deines Hundes unerlässlich. Wähle qualitativ hochwertiges Hundefutter, das auf das Alter, die Größe und den Aktivitätslevel deines Hundes abgestimmt ist. Berücksichtige besondere Ernährungsbedürfnisse und -empfindlichkeiten. Eine richtige Ernährung unterstützt nicht nur die körperliche Gesundheit, sondern beeinflusst auch das Verhalten und die Trainingsfähigkeit. Generell generieren Hunde ihre Energie aus Fetten, manche Hunde hingegen benötigen etwas mehr Kohlenhydrate, sogenannte Nervennahrung, um sich beim Training besser konzentrieren zu können und mehr Ruhe in ihr Verhalten zu bekommen. Wir sind keine Fans von ausschließlicher Handfütterung. Viele Hundetrainer „verschreiben“ die vorübergehende Handfütterung, sodass der Hund über einen längeren Zeitraum nur über die Hand gefüttert wird, um besser auf seinen Menschen zu achten. Bitte vermeide ausschließliche Handfütterung, da dies Stress verursachen und die Konzentration deines Hundes beeinträchtigen kann. Vielleicht kennst du es ja von dir? Auf leeren Magen lernt es sich nicht gut, weil das Gehirn mit ausreichend Nährstoffen versorgt werden muss. Füttere deinen Hund also ganz normal und starte eine Trainingseinheit vielleicht nicht direkt nach der Fütterung, sondern nach einer kleinen Pause. Bei Bedarf kann die Futterration aufgeteilt werden, um das Gewichtsmanagement bei hoher Leckerli-Gabe zu unterstützen.

  2. Frisches Wasser: Stelle sicher, dass dein Hund ständig Zugang zu frischem Wasser hat. Dehydrierung kann schnell zu Gesundheitsproblemen führen und die Konzentrationsfähigkeit beeinträchtigen. Besonders nach dem Training und bei warmem Wetter ist Wasser essenziell.

  3. Ausreichend Bewegung: Auch wenn du die Leinenführigkeit mit deinem Hund üben möchtest, dein Hund sollte trotzdem ausreichend Bewegung erhalten. Regelmäßige Bewegung ist entscheidend für die Gesundheit deines Hundes. Sie hilft, Übergewicht zu vermeiden, fördert die geistige Stimulation und hilft, Verhaltensprobleme zu verhindern. Plane regelmäßige Spaziergänge, Spielzeiten und andere Aktivitäten ein, um den Bewegungsbedarf deines Hundes zu decken. Du kannst beim Training der Leinenführigkeit zu Beginn im „Freizeitmodus“ deinem Hund etwas Bewegung bieten, um das anschließende Lernen zu erleichtern. 

  4. Ausreichend Ruhe und Schlaf: Hunde benötigen viel mehr Schlaf als Menschen. Ein ausgewachsener Hund schläft durchschnittlich 16 bis 20 Stunden pro Tag, Welpen und ältere Hunde oft noch mehr. Dabei ist der Hauptteil eher unter Dösen zu verbuchen als wirklicher Tiefschlaf. Schlaf ist entscheidend für die Regeneration und das Lernen. Sorge für eine ruhige, komfortable Schlafumgebung, um die Ruhephasen deines Hundes zu unterstützen. Du kannst nach Spaziergängen z. B. ganz bewusst ritualisierte Pausen einlegen, sodass dein Hund nach dem Gassi auf seinem Platz ruhen muss. 

  5. Ruheplatz in angenehmer Umgebung: Ein eigener, komfortabler Ruheplatz ist für deinen Hund wichtig. Dies kann ein Hundebett, eine Decke, ein Kennel oder ein spezieller Bereich im Haus sein. Ein sicherer, ruhiger Platz hilft deinem Hund, sich zu entspannen und Stress abzubauen. Wo der Hundeplatz positioniert ist, hat eine wichtige Bedeutung. Am besten ist das Hundebett weder im Durchgang noch an einer Tür oder direkt beim Fenster positioniert, denn diese Plätze verleiten viele Hunde zum „Überwachen“ also ständigem Arbeitsmodus, anstatt wirklich zu entspannen

  6. Körperpflege: Regelmäßige Körperpflege, einschließlich Bürsten, Baden und Pflege der Krallen und Zähne, ist wichtig für die Gesundheit deines Hundes. Eine gute Pflege fördert nicht nur das Wohlbefinden, sondern stärkt auch die Bindung zwischen dir und deinem Hund. 

  7. Gesundheit: Regelmäßige tierärztliche Kontrollen und präventive Maßnahmen sind unerlässlich. Achte auf Anzeichen von Krankheit oder Unausgeglichenheit und handle schnell, um mögliche Gesundheitsprobleme zu adressieren. Ein gesunder Hund ist ein glücklicher Hund, der bereit und fähig ist, zu lernen und zu trainieren. Von unserer Erfahrung her entstehen viele Verhaltensauffälligkeiten aufgrund von gesundheitlichen Problemen oder Schmerzen beim Hund. Hunde sind hervorragend darin, ihre Schmerzen zu verschleiern, aber zeigen ihr Unwohlsein auf andere Art und Weise. Hat dein Hund also gesundheitliche Baustellen, kläre diese zuerst ab, bevor du in das Leinenführigkeitstraining startest. 

Indem du diesen umfassenden Ansatz zur Erfüllung der physiologischen Bedürfnisse deines Hundes verfolgst, legst du das Fundament für seine Gesundheit, sein Glück und seinen Trainingserfolg.

Wie Geborgenheit, Liebe, Konsequenz und Führung das Leben deines Hundes bereichern

Sicherheit und Führung sind wesentliche Elemente im Leben eines Hundes. Sie tragen maßgeblich zu seinem Gefühl der Geborgenheit und seinem Verhalten bei. Ein sicher geführter Hund hat Vertrauen in seinen Menschen und wird demnach seltener das Bedürfnis verspüren, Dinge selbst regeln zu müssen. Ganz egal ob bei einer Hundebegegnung oder anderen Alltagssituationen. 

  1. Geborgenheit: Ein sicherer und liebevoller Umgang gibt deinem Hund das Gefühl der Geborgenheit. Ein Zuhause, in dem sich dein Hund geschützt und wohl fühlt, ist grundlegend für sein emotionales Wohlbefinden.

  2. Liebe: Liebe zu deinem Hund bedeutet nicht, dass er alles darf. Wahre Liebe beinhaltet auch Grenzen zu setzen. Ein Hund, der Liebe in Verbindung mit klaren Regeln erfährt, fühlt sich sicherer und ist ausgeglichener.

  3. Vertrauen: Ein sicher geführter Hund entwickelt ein tiefes Vertrauen zu seinem Menschen. Dieses Vertrauen ist entscheidend, damit der Hund sich nicht gezwungen fühlt, Situationen selbst zu regeln – sei es bei Hundebegegnungen oder anderen Alltagssituationen.

  4. Konsequenz: Konsequentes Verhalten deinerseits hilft deinem Hund, zu verstehen, was von ihm erwartet wird. Diese Klarheit und Vorhersehbarkeit gibt ihm Sicherheit und hilft ihm, entspannt zu bleiben.

  5. Führung: Eine klare, liebevolle Führung ist entscheidend für die Entwicklung deines Hundes. Sie ermöglicht es ihm, Grenzen zu verstehen und sich innerhalb dieser sicher zu fühlen. Führung bedeutet nicht Härte, sondern die liebevolle Anleitung deines Hundes durch das Leben.

  6. Routine = Sicherheit: Eine regelmäßige Routine bietet deinem Hund Struktur und Sicherheit. Feste Fütterungszeiten, Spaziergänge und Ruhephasen helfen ihm, sich in seinem Umfeld sicher und geborgen zu fühlen.

Indem du diese Aspekte berücksichtigst, schaffst du eine Umgebung, in der dein Hund sich sicher fühlt und die er benötigt, um sich positiv zu entwickeln und auf das Training zu konzentrieren.


„Grenzen bieten Sicherheit und Sicherheit bietet Entspannung.“

Vitomalia

Soziale Bedürfnisse eines Hundes

Die sozialen Bedürfnisse sind grundlegend für ein emotionales Gleichgewicht und das Verhalten eines Hundes. Hunde sind sehr soziale Tiere und benötigen daher viel sozialen Kontakt. Dieser muss nicht grundsätzlich Artgenossen umfassen, sondern kann auch durch den Familienanschluss erfüllt werden. 

  1. Beziehungen zu Menschen: Die Beziehung zu dir und anderen Menschen in seinem Umfeld ist für deinen Hund von großer Bedeutung. Diese Beziehungen bieten ihm Sicherheit, Vertrauen und Lernmöglichkeiten.

  2. Sozialkontakt zu anderen Hunden: Während einige Hunde gerne mit anderen Hunden spielen und interagieren, bevorzugen es andere, mehr Zeit mit ihren Menschen zu verbringen. Achte auf die Präferenzen deines Hundes und zwinge ihn nicht zu Interaktionen, die er nicht genießt. Bei besonders sozialen Hunden zählt zu den sozialen Bedürfnissen auch der Sozialkontakt zu anderen Hunden. Da der Hund uns, den Menschen, als vollwertigen Sozialkontakt versteht, ist es bei artgenossenunverträglichen Hunden auch in Ordnung, wenn diese keinen anderen Hund in ihrem Leben benötigen.

  3. Spiel und Interaktion: Das Spiel ist ein wesentlicher Bestandteil der sozialen Interaktion deines Hundes. In der Welpenzeit und Junghundphase lernen Hunde hauptsächlich durch Spiel unterschiedliche Verhaltensweisen kennen. Es fördert nicht nur die körperliche Gesundheit deines Hundes, sondern auch seine geistige Entwicklung. Spiele und gemeinsame Aktivitäten stärken die Bindung zwischen dir und deinem Hund und fördern das Wohlbefinden. Die Interaktion mit dir führt zur Ausschüttung von Oxytocin, dem sogenannten „Kuschelhormon“. Dieses Hormon stärkt die emotionale Bindung und das Vertrauen zwischen dir und deinem Hund.

Das Bild zeigt einen schwarzen Hund mit braunen Abzeichen, der energisch auf einem kiesigen Untergrund läuft. Der Hund trägt ein großes Tau im Maul, was darauf hindeutet, dass er spielt oder trainiert wird. Die Umgebung ist natürlich, möglicherweise ein Flussufer oder ein Kiesweg, mit Grünflächen und Bäumen im Hintergrund, die eine ruhige, freiluftige Szene schaffen. Der Fokus und die Bewegung des Hundes verleihen dem Bild ein Gefühl von Dynamik und Freude am Spiel.

Das perfekte Equipment für deinen Hund findest du bei uns

Wertschätzung / Ich-Bedürfnisse

Die Erfüllung der Ich-Bedürfnisse deines Hundes, insbesondere im Rahmen des Leinenführigkeitstrainings, kann die Lernerfolge erheblich verbessern.

  1. Erfolge feiern: Jeder Hund verdient Anerkennung für seine Leistungen im Training. Die Feier kleiner Erfolge durch Lob und Belohnungen stärkt das Selbstbewusstsein deines Hundes und seine Beziehung zu dir. Positive Verstärkung ist ein Schlüsselelement, um deinem Hund zu zeigen, dass er respektiert und geschätzt wird. Achte also zu Beginn auf kleinste Verbesserungen und zeige deinem Hund, dass er es richtig macht. Jeder Hund hat es verdient für seine Leistungen, das Training und ein gutes Miteinander gelobt zu werden. Handle immer nach der Devise: Ganz viel Lob für gutes Verhalten und wenig aber klare Korrektur für unerwünschtes Verhalten. 

  2. Motivation aufrechterhalten: Die Anforderungen des Trainings sollten den Fähigkeiten deines Hundes entsprechen. Zu leichte Aufgaben können Langeweile verursachen, während zu schwierige Aufgaben zu Angst und Frustration führen können. Eine ausgewogene Herausforderung fördert die Motivation und die Freude am Lernen. Wir zeigen dir im Verlauf unseres kostenlosen Leinenführigkeits-Kurses viel Aufgaben, die Vorarbeit für die Leinenführigkeit bilden. Gehe nach unserer Reihenfolge vor und du wirst Erfolge mit deinem Hund bemerken. 

  3. Freiheiten innerhalb von Grenzen: Gut erzogene Hunde mit klaren Regeln sind oft glücklicher als Hunde ohne Struktur. Innerhalb festgelegter Grenzen kann sich dein Hund frei und selbstbestimmt bewegen. Dies fördert sein Gefühl von Autonomie und Zufriedenheit.

  4. Respekt und angemessene Herausforderungen: Respektiere die Bedürfnisse und Grenzen deines Hundes. Das Training sollte Spaß machen und keine Strafe sein. Beschäftige dich auf eine Weise mit deinem Hund, die sowohl seine physischen als auch seine geistigen Fähigkeiten herausfordert und fördert. Vor allem zu Beginn, wenn die Leinenführigkeit noch nicht gut funktioniert, solltest du fair deinem Hund gegenüber bleiben. Nutze Rituale und klare Anweisungen, damit ihr beide Freude am gemeinsamen Training habt.  

  5. Bindung und Zuneigung: Die gemeinsame Zeit im Training und Spiel stärkt die Bindung zwischen dir und deinem Hund. Diese Momente der Zuneigung tragen dazu bei, dass sich dein Hund geliebt und geschätzt fühlt.

Indem du die Ich-Bedürfnisse deines Hundes im Training berücksichtigst, schaffst du eine positive Lernumgebung. Dies führt zu einem motivierten, selbstbewussten und gut angepassten Hund, der gerne an deiner Seite läuft.

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Auswirkungen auf Lernverhalten und Leinenführigkeit

Die Erfüllung der Grundbedürfnisse deines Hundes hat einen direkten Einfluss auf sein Lernverhalten und seine Leinenführigkeit. Wenn die Grundbedürfnisse befriedigt sind, ist dein Hund besser in der Lage, sich auf das Training zu konzentrieren und positiv darauf zu reagieren. Wenn die Grundbedürfnisse eines Hundes erfüllt sind, zeigt sich dies in vielerlei Hinsicht in seinem Verhalten und Lernvermögen. Ein Hund, der sich in seinen Grundbedürfnissen zufrieden und sicher fühlt, ist weniger abgelenkt und kann sich viel besser auf das Training konzentrieren. Diese verbesserte Konzentration ermöglicht es ihm, Trainingseinheiten effektiver zu nutzen und schneller Fortschritte zu machen.

Ein zufriedener Hund zeigt zudem eine gesteigerte Lernbereitschaft. Er ist offener für neues Lernen und reagiert positiver auf Trainingsanreize. Dies ist besonders wichtig beim Leinenführigkeitstraining, wo Neugierde und die Bereitschaft, Neues zu versuchen, entscheidend sind. Ein Hund, der sich wohl und sicher fühlt, ist eher bereit, sich auf neue Herausforderungen einzulassen und aktiv am Training teilzunehmen.

Darüber hinaus stärkst du die Bindung zu deinem Hund, indem du seine Bedürfnisse erkennst und erfüllst. Diese starke Bindung ist ein Schlüsselfaktor für erfolgreiches Training, da sie Vertrauen und Kooperation fördert. Ein Hund, der eine enge Beziehung zu seinem Besitzer hat, ist eher bereit, Anweisungen zu folgen und mit seinem Menschen zusammenzuarbeiten.

Viele Verhaltensprobleme, wie übermäßiges Bellen oder Aggression, sind oft ein Zeichen dafür, dass Grundbedürfnisse des Hundes nicht erfüllt werden. Ein ausgeglichener und zufriedener Hund zeigt seltener solche Verhaltensprobleme, da er sich in seinem Umfeld sicher und verstanden fühlt.

Zusammenfassung 

Wie wir gesehen haben, ist die Erfüllung dieser Bedürfnisse nach der Maslowschen Bedürfnispyramide nicht nur entscheidend für das allgemeine Wohlergehen des Hundes, sondern auch für seinen Trainingserfolg.

Die richtige Ernährung, ausreichende Bewegung, genügend Ruhe und Schlaf sowie ein sicherer und liebevoller Umgang bilden die Basis für ein ausgeglichenes Hundeleben. Ebenso wichtig sind die Erfüllung der sozialen Bedürfnisse durch Interaktion mit Menschen und anderen Hunden sowie die Berücksichtigung der Ich-Bedürfnisse durch Wertschätzung, Anerkennung und die Förderung der individuellen Fähigkeiten des Hundes. Durch das Verständnis und die Erfüllung dieser Bedürfnisse wird eine starke Bindung zwischen Mensch und Hund aufgebaut, die für ein erfolgreiches Training unerlässlich ist.

Für ein erfolgreiches Training müssen die physischen und emotionalen Grundbedürfnisse deines Hundes – Nahrung, Ruhe, Sicherheit, Liebe – erfüllt sein.

Verwende Lob und Belohnungen im Training, um das Selbstbewusstsein und die Lernbereitschaft deines Hundes zu stärken.

Eine vertrauensvolle Beziehung, basierend auf Respekt und konsequenter Führung, ist essenziell für den Trainingserfolg mit deinem Hund.

Warum sind die Grundbedürfnisse eines Hundes so wichtig für das Leinenführigkeitstraining?

Die Grundbedürfnisse eines Hundes – wie Nahrung, Sicherheit und emotionale Unterstützung – bilden die Basis für seine physische und mentale Gesundheit. Wenn diese Bedürfnisse erfüllt sind, kann sich der Hund besser auf das Training konzentrieren und lernt effektiver.

Wie viel Schlaf benötigt mein Hund?

Die meisten Hunde benötigen zwischen 14 und 20 Stunden Schlaf pro Tag. Davon ist die meiste Zeit kein fester Tiefschlaf gemeint, sondern Dösen. Welpen, ältere Hunde und große Rassen können noch mehr Schlaf benötigen. Diese Zeit benötigt dein Hund, um seinen Alltag und neu Gelerntes richtig zu verarbeiten.

Kann zu viel Training schädlich sein?

Wie bei allem, ist auch beim Training Maßhalten wichtig. Zu intensives oder stressiges Training kann zu Überforderung und Stress führen. Achte auf die Signale deines Hundes und passe das Training entsprechend an.

Wie wirkt sich positive Verstärkung auf das Training aus?

Positive Verstärkung, wie Lob und Belohnungen, stärkt das Selbstvertrauen des Hundes und fördert seine Bereitschaft, zu lernen und Anweisungen zu befolgen. Dies führt zu einem effektiveren Training.

Das Vitomalia Leinenführigkeits Konzept ist ein strukturiertes, didaktisch und methodisch durchdachtes Programm, das darauf abzielt, dir und deinem Hund die notwendigen Fähigkeiten und das Verständnis zu vermitteln, um angenehme und sichere Spaziergänge zu gewährleisten. Jede Übung baut auf der vorherigen auf, wodurch eine starke Grundlage für zukünftige Lernerfolge geschaffen wird. Hier findest du eine Vielzahl von weiterführenden Übungen, die speziell darauf ausgelegt sind, das, was du und dein Hund bereits gelernt habt, zu vertiefen und zu erweitern. Von fortgeschrittenen Techniken zur Leinenführung bis hin zu Tipps, wie du Ablenkungen effektiv bewältigen kannst, bieten wir eine breite Palette an Inhalten, um deine Trainingsziele zu unterstützen.

Vorherige Lernschritte

Die Autoren: Paulina & Lui

Paulina und Lui sind das Herz und die Seele hinter Vitomalia [Dogstraining & Store]. Ihre Reise im Bereich Hundeerziehung begann mit der Adoption ihres ersten Listenhundes, Vito. Diese Erfahrung weckte ihr tiefes Interesse daran, anderen Hundebesitzern Wissen über Hundeverhalten und -erziehung zu vermitteln. Anfänglich war dies ein bloßes Hobby, doch mit der Adoption der American Pitbull Hündin Amalia, die wegen schweren Verhaltensauffälligkeiten mehrfach abgegeben wurde, entwickelte sich ihre Leidenschaft zu einer wahren Berufung. Amalias besondere Herausforderungen im Verhalten intensivierten ihr Interesse an Hundeerziehung und Verhaltenstherapie. Dieser Wendepunkt führte dazu, dass Paulina und Lui ihre ursprünglichen Berufspfade verließen, sich intensiv weiterbildeten und sich vollständig dem Thema Hundeerziehung widmeten. Ihre Arbeit mit Mensch-Hund-Teams offenbarte ihnen zudem eine Lücke im Hundemarkt: Es mangelte an sicherem und hochwertigem Hundezubehör speziell für mittelgroße und große Rassen.

Aus dieser Erkenntnis heraus entstand Vitomalia [Dogstraining & Store], eine Kombination aus ihrem Engagement für professionelle Hundeerziehung und dem Bedarf an qualitativem Hundezubehör. Paulina und Lui bringen ihre persönlichen Erfahrungen, ihr umfangreiches Wissen und ihre Leidenschaft für Hunde in jedes Produkt ein, um Mensch-Hund-Teams im Zusammenleben zu unterstützen.