Artgenossen Agression Training Begegnungstraining
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Trainingsplan bei Artgenossen Aggression: 10 Tipps zum Begegnungstraining

Achtung! Bitte stets mit einem professionellen Hundetrainer umsetzen, da Hundeverhalten komplex ist.

Ob es sich nun um richtige Artgenossen Aggression handelt, oder der Hund nur begegnungsauffällig ist, sollte von einem Experten beurteilt werden.

Generell bieten sich zwei Möglichkeiten an, wie man mit begegnungsauffälligen Hunden arbeitet:

  • Passagentraining / Begegnungstraining
  • Kommunikationstraining

Beide Trainings dürfen nicht als eigenständig betrachtet werden und sollten immer in einer guten Kombination stattfinden, um sich zu ergänzen. Man startet immer mit dem Passagentraining und baut dieses zunächst auf, bevor das Kommunikationstraining beginnt.

Das Passagentraining ist eine Art von Management, die dem Hund in Begegnungssituationen lenkt. Es ist eine Kombination aus Alternativverhalten und Ablenken und findet im grünen und gelben Bereich der Eskalationsleiter statt (hier geht es zum Beitrag der Eskalationsleiter). Zwar verhindert das Passagentraining teilweise die Kommunikation des Hundes, ist aber vor allem für den Anfang absolut notwendig.

Das Passagentraining führt zu schnellen Erfolgen und vermittelt dem Hund, dass du als Hundehalter alles im Griff hast. Auf der anderes Seite werden viele deeskalierende Signale etwas reduziert. Ziel des Passagentrainings ist das ruhige Vorbeigehen an anderen Hund-Mensch-Teams.

 

Passagentraining

1. Marker

Die meisten Trainings werden mit einen Marker geübt. Warum? Die Beantwortung ist ganz einfach: Jedes gute Training setzt auf eine gute Kommunikation zwischen Hundehalter und Hund, aber auch auf richtiges Timing. Und genau da setzt der Marker an.

Der Einsatz eines Markers ist das gleiche Prinzip wie ein Clicker, ausser dass du ihn immer dabei hast, weil du den Marker durch ein Wort konditionierst. Clicker sind unglaublich hilfreich, neutral, klingen immer gleich und punktgenau – nur leider vergisst man sie allzu oft im Training.

Als Markersignal eignen sich vor allem kurze und prägnante Wörter/Geräusche, die man so nicht im Alltagsgebrauch benutzt. Viele Hundehalter wählen daher das normale Schnalzen oder üben sich in englischen Begriffen wie „YES!“ oder „CHECK!“. Welches Wort du für eurer gemeinsames Training benutzt, ist dir überlassen.

Mit einem gut aufgebauten Marker kann man den Hund punktgenau für eine bestimmte Verhaltensweise markieren und dem Hund signalisieren „Genau das ist richtig“ und zum Beispiel eine Belohnung durch Leckerli ankündigen. Je besser ein Markersignal konditioniert ist, desto besser wirkt er – auch auf Entfernung.

Der Aufbau eines Markers wird so aufgebaut:

Markersignal  Leckerli holen  Hund Leckerli geben.

 

Grüner Bereich der Eskalationsleiter

2. Spontane Aufmerksamkeit loben

Im grünen Bereich kann der Hund trotz Aussenreizen, jede Situation so meistern, dass er keinerlei Hilfe des Menschen benötigt. Es handelt sich um schwächere Reize. Das sind vor allem Situationen, in denen der Hund etwas hört, aber nichts weiter passiert, er seine Aufmerksamkeit nur kurz nach aussen richtet oder Situationen, die für den Hund total normal sind und die ihn keineswegs beeindrucken.

Dein Hund wird dabei für jede Aufmerksamkeit, die er nach den Abwenden von dir wieder zu dir wendet, gelobt.

Der Ablauf ist wie folgt:

Hund wendet Aufmerksamkeit nach aussen  Hund schenkt dir unaufgefordert  Aufmerksamkeit  Marker  Leckerli oder andere Belohnung wie eine „Freuden-Party“ mit Zuwendung

 

Gelber Bereich der Eskalationsleiter

3. Aufmerksamkeitslenkung: Blick und Click

Diese Form von Training ist die klassische Gegenkonditionierung, um die Erwartungshaltung deines Hundes umzulenken. Dein Hund erwartet, dass eine Begegnung mit einem anderen Hund-Mensch-Team für ihn stressig ist (unabhängig vom Grund), du jedoch änderst diese Erwartung. Ziel dieses Trainings ist es, dass der Hund positiv auf Hundebegegnungen gestimmt wird.

Die Abfolge funktioniert so:

Hund sieht fremdes Hund-Mensch-Team Hundeführer anschauen   Marker Belohnung

 

Aus diesem Schema, sofern es lange genug und positiv trainiert wurde, kann nun ein neues Alternativverhalten aufgebaut werden. Der Hund ist nun ansprechbar und orientiert sich am Hundeführer, was für eine Kommunikation essenziell ist.

Tipp: Welche Belohnung dabei am besten funktioniert, ist abhängig vom Hund. Generell sind Leckerli, Lob, Streicheln oder ein Spielzeug gute Belohnungen. Beim Blick und Click sollte die Belohnung besonders hochwertig sein, also besonders.

Damit es funktioniert:

  • Jeder nur kleinste Blick wird belohnt
  • Als Belohnung gilt das, was für den Hund besonders toll ist (keine Standard-Leckerli, sondern besonders tolle, Lieblingsspielzeug etc.)
  • Bei Futter sind auch grosse Stücke wie Hasenohren, Rinderlunge, Pansen etc. erlaubt

▶︎ Der Hund meistert Hundebegegnungen nur mit der Hilfe des Menschen, indem du ihn steuerst. Für einige Hundehalter ist das schon vollkommen ausreichend. Bei Annäherung eines freilaufenden Hundes kann das jedoch zu Problemen führen. An dieser Stelle setzt zu einem späteren Zeitpunkt das Kommunikationstraining an.

 

4. Bogenlaufen & Futtersuche

Viele Hunde reagieren sehr angespannt in Situationen, in denen frontal aufeinander zugegangen wird oder wenn sie nah aneinander vorbeigehen. Um diese angespannte und unangenehme Situation für Hunde deeskalierender zu gestalten, kann man das Bogenlaufen anwenden. Hierzu wird der Hund im Bogen vom Gegner weg geführt. Das ist für Hunde mit einer sehr sensiblen Individualdistanz besonders hilfreich. Gerade zu Beginn dieses Trainings, sollten Spaziergänge gewählt werden, die das Bogenlaufen ermöglichen. Enge Wege bieten keine Möglichkeit diese Übung gut und positiv aufzubauen.

Bei einigen Hunden reicht ein ausreichender Bogen schon völlig aus, um friedlich am Gegner vorbeilaufen zu können. Hierzu kannst du ein Handzeichen einüben und deinen Hund in eine Richtung führen. Hunde verstehen unsere Führung mit der Hand meist intuitiv. Funktioniert das Bogenlaufen schon gut, kann zu der Handführung noch ein Signalwort trainiert werden. Laufe mit deinem Hund gerade aus, beginne nun mit dem Bogenlaufen, indem du deinen Hund mit deiner Hand zur Seite führst und gebe dann das Hörzeichen „Bogen“ (du kannst natürlich auch ein anderes Wort verwenden).

Der Ablauf ist wie folgt:

Sichtung eines anderen Hund-Mensch-Teams → Hundeführer zeigt mit der Hand in Richtung des Bogens → Signalwort → Marker

 

Bei Hunden, wo diese Übung mehr Unterstützung benötigt und das Bogenlaufen alleine nicht ausreichend deeskalierende Wirkung zeigt, kann zusätzlich die Futtersuche eingebracht werden. Hierzu muss ein zusätzliches Futter-Such-Signal aufgebaut werden, z.B. „Such“. Der Hund soll zunächst in reizarmer Umgebung mit dem Hundeführer im Bogen geführt werden. Einige sehr gute Leckerli oder ein grosses Futterstück werden zum Bogen hin geschmissen mit dem Signalwort „Such“. Alternativ kann auch mit einem sogenannten Hand-Futterspielzeug gearbeitet werden. Hierzu nimmst du etwas sehr gut riechendes in deine Hand und lässt den Hund intensiv das Futter raus schlecken oder raus fressen. Auch das Hand-Futterspielzeug wird mit einem Signalwort konditioniert. Ein weiterer toller Vorteil vom Schnüffeln ist, dass es zusätzlich das Erregungslevel reguliert.

Der erweiterte Ablauf ist wie folgt:

Sichtung eines anderen Hund-Mensch-Teams → Hundeführer zeigt mit der Hand in Richtung des Bogens → Signalwort → Marker → Futtersuche mittels Leckerli am Boden oder Hand-Futterspielzeug 

 

Wichtig zu verstehen ist, dass der Hund zunächst nicht lernt friedlich hündisch zu kommunizieren. Dennoch nimmt dein Hund den vorbeigehenden Hund wahr und verknüpft die Hundebegegnung mit positiven Emotionen und positiven Ereignissen. Das Bogenlaufen, die Futtersuche bzw. Schnüffeln auf dem Boden sind zudem deeskalierende Signale, die zusätzlich gefördert werden.

▶︎ Die Emotion Angst wird autonom gesteuert und kann vom Hund nicht bewusst ausgelöst werden und demnach auch nicht operant eingesetzt werden. Angst aber auch Aggression können nicht durch Zuwendung verstärkt werden. Die im Training eingesetzten positiven Konsequenzen wie Lob, Zuwendung oder Leckerli verstärken weder die Emotion Angst, noch die dazugehörigen Verhaltensreaktionen. Das liegt daran, dass Zuwendung oder Leckerli nicht das Ziel von Angst oder Aggression sind, sie gelten lediglich als Stimmungsaufheller. 

 

5. Richtungswechsel

Bei einigen Begegnungen macht es durchaus Sinn einfach zurück zu laufen. Das ist der Fall, wenn der Weg sehr eng ist und die Individualdistanz nicht eingehalten werden kann und die Hund auf unangenehmer Enge aneinander vorbei laufen sollen. Diese Situation kann sogar bei sozialen Hunden sehr unangenehm und besonders stressig werden. Um so wichtiger ist es, seinem begegnungsauffälligem Hund zu ermöglichen, nicht unnötig in solche Situationen zu geraten. Generell ist der Richtungswechsel für unvorhersehbare Situationen gut geeignet.

Der Richtungswechsel eignet sich als hervorragende Management-Methode auf Signal. Zunächst sollte der Richtungswechsel in einer reizarmen Umgebung aufgebaut werden. Ziel ist es, dass der Hund sich auf Signal umdreht und gemeinsam mit dem Hundeführer positiv gestimmt in die andere Richtung läuft.

Der Hund wird zunächst einmal immer wieder nach einigen Schritten in eine andere Richtung gelockt. Dazu wird in einer Hand ein Leckerli oder ein Spielzeug gehalten. Zunächst wird nur die Bewegungsabfolge wiederholt, später dann das Signalwort eingebaut. Es werden einige Schritte an lockerer Leine gegangen. Nach einigen Schritten geht der Hundeführer leicht in die Knie und lockt den Hund mit dem Spielzeug oder Leckerli in die andere Richtung. Viele Hunde verstehen diese Methode sehr schnell. Folgt der Hund, erhält er die Belohnung.

Erster Schritt:

Laufen an lockerer Leine → Locken durch Spielzeug oder Leckerli → Belohnung → Weiterlaufen an lockerer Leine

 

Wenn der Hund diese Bewegungsabfolge kennengelernt hat, kann nun ein Signalwort eingebaut werden, wie z.B. „Zurück!“ oder „U-Turn“, und gleichzeitig wieder gelockt werden. Beim erfolgreichen Richtungswechsel erhält der Hund die Belohnung.

 

Zweiter Schritt:

Laufen an lockerer Leine → Locken durch Spielzeug oder Leckerli → Signalwort → Belohnung → Weiterlaufen an lockerer Leine 

 

Im weiteren Verlauf des Trainings erhält der Hund das Signal ohne gelockt zu werden, bekommt jedoch die Belohnung bei erfolgreicher Ausführung. Klappt das gut, kann in reizarmer Umgebung mit Schleppleine geübt werden. Reagiert der Hund schnell auf das Signalwort, kann nun der Reiz erhöht werden.

Dritter Schritt:

Laufen an lockerer Leine → Signalwort → Belohnung → Weiterlaufen an lockerer Leine

 

Diese Methode zeigt dem Hund zudem eine tolle Möglichkeit, wie er sich selber einmal aus unangenehmen Situationen entziehen kann, nämlich durch das simple Weggehen. Zu behaupten, dass ein Hund durch jede Situation durch muss, ist absurd und bringt viele unnötige negative Erfahrungen mit. Um so wichtiger ist es Hundebegegnungen auf grossen Raum gut zu managen oder ihnen bei starker Einschränkung einfach zu entgehen.

▶︎ Der Richtungswechsel muss in alle möglichen Richtungen und in beide Seiten geübt werden, da der Alltag selten kontrollierbar ist und der Hund auf alle Situationen gut vorbereitet werden soll.

 

Exkurs: Weggehen oder Stehenbleiben?

Die Effekte, ob man stehenbleibt oder weggeht können unterschiedlich sein. Hier erhältst du einige Pro und Contras.

Pro:
  • Dein Hund ist erleichtert, dass er dieser für ihn unangenehmen Situation nicht begegnen muss
  • Die Situation eskaliert nicht weiter, wodurch es auch nicht zu schlechten Lernerfahrungen kommt
  • Heftige Auseinandersetzungen führen häufig zur Sensitivierung, also einer noch sensibleren Reaktion auf Begegnungssituationen in der Zukunft. Das Weggehen verhindert diesen unerwünschten Effekt.
  • Eine Konfliktsituation zu verlassen lehrt den Hund ein Alternativverhalten
Contra:
  • Durch den starken Leinenzug des Halters entsteht zusätzlich Frustration wegen der Einengung und der Hund kann dieses negative Gefühl mit der Begegnungssituation verknüpfen
  • Die Frustration kann zu einer umgerichteten Aggression dem Hundeführer gegenüber eskalieren
  • Hundeführer von grossen und schweren Hunderassen können der Kraft ihres Hundes nicht stand halten, was wiederum bei ihnen zu einer Überforderung führt

 

6. Splitting

Splitting (dt.: Dazwischengehen) wird als Beschwichtigungssignal verstanden. Beim Splitting stellst du dich zwischen Hund und den „Gegner“ (machen Hunde aber auch untereinander). Diese Methode soll verhindern, dass die Hunde zu nah aneinander geraten und dadurch ein Konflikt entsteht. Meist ist diese Methode schon der erste Schritt zum Übergang von Gelb zu Rot auf der Eskalationsleiter. Als Hundehalter signalisierst du deinem Hund, dass seine Eskalation nicht nötig ist.

Das Splitting ist vor allem in Kombination mit dem Geschirr- oder Halsbandgriff sehr hilfreich.

Der Ablauf erfolgt so:

Sichtung des anderen Hund-Mensch-Teams → Drohverhalten → Splitting

 

▶︎ Splitting ist ein sehr wichtiges Hilfsmittel, kann aber auch zu einer umgerichteten Aggression dem Hundehalter gegenüber führen. 

 

Ergänzende Übungen

7. Geschirrgriff / Halsbandgriff

Hunde sollten generell lernen, dass sie körperliche Einschränkungen akzeptieren müssen. Das ist bei ärztlichen Untersuchungen notwendig, im Alltag bei der Pflege des Hundes und auch bei Begegnungssituationen. Einschränkungen frustrieren den Hund und können zu einer umgerichteten Aggression dem Menschen gegenüber führen. Einen Geschirrgriff oder einen Halsbandgriff mit einem Signal zu verknüpfen hilft dem Hund, die Einschränkung der Bewegungsfreiheit zu akzeptieren und eine positive Konsequenz zu erwarten. Wenn der Hund eine Belohnung erwartet, wird es sich zum Menschen zuwenden. Neben der positiven Verknüpfung hilft es zudem, dass der Hund in einer unsicheren Situation nicht mit Angst, Schreck oder rückgerichtete Aggression reagiert. Die Ankündigung mit einem Signalwort (z.B. „Festhalten“) teilt dem Hund mit, dass eine Einschränkung mir folgender Belohnung zu erwarten ist.

Der Ablauf ist so:

Ankündigung Geschirrgriff / Halsbandgriff Belohnung

 

8. Zeigen und Benennen

Zeigen und Benennen kann durchaus eine hilfreiche Methode sein, um dem Hund zu einer besseren Selbstkontrolle zu verhelfen. Es ist eher eine Kommunikation zwischen dir und deinem Hund anstatt richtiges Training. Unsere Hunde nehmen die Umwelt anders als wir wahr. So kann etwas Harmloses für uns als Mensch für deinen Hund eine Bedrohung darstellen.

Als Hundeführer wird eine vermeidliche Bedrohung angedeutet, sodass der Hund nicht von der entgegenkommenden Situation überrumpelt wird. Dabei wird dem Hund mitgeteilt, was zukommt und gegebenenfalls welche Handlungen erforderlich sind. Unsere Hunde sind besonders Klever darin, solle Kommunikationstechniken zu verstehen. Trotzdem sollten die Sätze klar sein und kein wildes „Herumgeschwafel“.

Für Hundebegegnungen wird der entgegenkommende Hund angedeutet: „Amalia, da kommt ein Hund“. Im Tonfall sollte das keine aufgeregte Panikmache sein, sondern lediglich eine Information mit ruhiger und freundlicher Stimme. Während du nun auf den entgegenkommenden Hund schaust, wird dein Hund das gleiche tun. Das Anschauen des anderen Hundes wird markiert und die Belohnung anschliessend so gegeben, dass dein Hund sich vom Gegenüber abwenden kann. Zusätzlich kann noch eine weitere Information über das weitere Vorgehen folgen, wie z.B. „Fuss“.

▶︎ Für unsichere Hunde kann das Zeigen und Benennen sehr hilfreich sein, von Situationen nicht überrumpelt zu werden. Weil die Orientierung des Hundes zur Ablenkung hin markiert wird, lernt der Hund, stehen zu bleiben und das Objekt nur anzuschauen. Der Hund lernt durch das Zeigen und Benennen, dass eine positive Interaktion mit dem Menschen erfolgt. Angstaggression und aggressives Verhalten kann so mit einem Alternativverhalten ersetzt werden.

Bei einigen Hunden, kann das Zeigen und Benennen (vor allem wenn falsch umgesetzt) eine Reaktion in Richtung des Auslösers bedeuten. Diese Methode ist daher nicht immer empfehlenswert.

 

9. Differenzielle Verstärkung

Differenzielle Verstärkung ist die Verstärkung von jedem einzelnen Verhalten, das nicht das Problemverhalten ist. Das hilft dabei eine Veränderung beim Problemverhalten zu bewirken. Mittels Shaping, also der freien Formung lassen sich dann auf recht natürliche Weise bei Hund alternative Verhaltensweisen erarbeiten. Wichtig hierbei ist, dass freies Alternativverhalten stets verstärkt wird, denn nur so sind neue Verhaltensweisen mittels Shaping möglich.

 

10. Abandonment Training

Das Abandoment Training (dt. verlassen) ist eine Sonderform des Time-Outs. Dabei verlässt der Hundeführer den Hund, sobald der Hund unerwünschtes Verhalten zeigt. Dieses Training ist nur in einer gestellten Situation möglich. Der Hund muss hierfür angebunden sein oder von einer Hilfsperson gehalten werden. Sobald der Hund Drohverhalten zeigt, kündigt der Hundehalter das Weggehen an, z.B. durch ein „Tschüss“ und verlässt die Situation. Diese Methode ist im Alltag eher unpraktisch und wirkt bei unsicheren Hunden besonders verunsichernd. Bei frustrierten Hunden kann durch das Abandonment Training sogar die Situation verschlimmert werden. Diese Methode ist daher nur unter Anleitung eine Hundetrainers geeignet.

 

Übung macht den Meister

Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen und das ist wahr. Kein Hund kann Hundebegegnungen nach nur zwei Mal üben super meistern. Das bedarf Fleiss, regelmässiges Training und vor allem Konsequenz. Bei einigen Hunden werden erste Erfolge schon nach einigen Monaten beginnen, bei manchen kann es sich um Jahre handeln, bis deutliche Änderungen merkbar sind. Es ist deine Aufgabe als Hundehalter dem Hund die benötigte Sicherheit zu bieten.

 

Halt die Ohren steif und immer der Nase nach!

 

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