Signal "Weiter" für mehr Orientierung vom Hund beim Spaziergang

Signal "Weiter" für mehr Orientierung vom Hund beim Spaziergang

Als Mensch, möchten wir, dass der Hund sich an der Leine an uns orientiert. Die Orientierung an der Leine erreichen wir allerdings nicht, wenn wir den Hund mit Futter befüllen. Für eine gute Orientierung vom Hund am Menschen benötigt es eine gute Beziehung und Training. 

Das wirst du lernen

STOCKENDE LEINENFÜHRIGKEIT

GIFTKÖDER GEFAHR

Signal "Weiter"

Orientierung

Dieser Expertenblog enthält Erwähnungen vom Futterhersteller @petsdeli. Mit dem Rabattcode "VITOMALIA" sparst du als 20 % auf deinen ersten Einkauf.

Als Mensch, möchten wir, dass der Hund sich an der Leine an uns orientiert. Die Orientierung an der Leine erreichen wir allerdings nicht, wenn wir den Hund mit Futter befüllen. Hunde ohne Aufgaben, suchen sich beim Spaziergang eigene Aufgaben: Sie schnüffeln, die fressen Futterreste vom Boden, sie buddeln usw. Dadurch entstehen zum einen Schwierigkeiten in der Leinenführigkeit und zum anderen Gefahren durch Giftköder. 

Stockende Leinenführigkeit

Eine gute Leinenführigkeit bedeutet nicht nur, dass die Leine immer durchhängen muss. Ein leinenführiger Hund nimmt seine Umwelt wahr, hat dabei seinen Menschen im Kopf. Es findet eine Orientierung statt und die Aufmerksamkeit richtet sich auf den Menschen. Besteht also eine Orientierung, kann eine Kommunikation stattfinden. Dein Hund ist ansprechbar. Es ergibt Sinn, dem Hund durch unterschiedliche Rituale beizubringen, wann er sich an dir orientieren soll und wann “Freizeit” angesagt ist, in dem der Hund seinen Hobbys nachgehen kann. Mithilfe von Strukturen und Kommunikation wirst du nicht mehr an jeder Ecke und alle 20 cm stehen bleiben müssen, damit dein Hund Nachbarshund Markierung genau inspizieren muss.     

Giftköder Gefahr

Jeder Hundemensch kennt die Angst vor Giftködern auf der Spazierroute. Über Social Media oder APPs gibt es immer wieder Giftköder Warnungen. @petsdeli hatte mit ihrer Kampagne #meintieristkeinesache an das Deutsche Bundesjustizministerium appelliert, dass TäterInnen von Giftködern schärferen Strafen unterliegen. Hier ist der Link zur Petition. 

Giftköder sind vermeidliche Leckereien für den Hund, wie Fleisch, das entweder mit Rasierklingen oder tatsächlichem Gift versehen ist. Ganz perfide kommen sogar tote Tauben, Kaninchen oder Hasen zum Einsatz, um als Giftköder zu agieren. Sie können überall auftreten: in Parks, Wäldern, auf Hundeauslauf-Plätzen usw. Nicht nur Hunde sind Ziel von Giftködern, sondern für Wildschweine oder Füchse oder andere Tiere. Speziell für Hundemenschen gibt es einige APPs mit einem Giftköder-Radar. 

Was tun bei Verdacht auf Giftköder Gefahr?

Solltest du bei einem Spaziergang mit deinem Hund den Verdacht auf einen Giftköder haben, ist es wichtig, dass du die Polizei informierst und den Giftköder sicherst, damit kein anderes Tier daran gelangt. 

Checkliste 
✔ Giftköder eintüten (z. B. mit dem Kotbeutel)
✔ Fund der Polizei vorlegen und Strafantrag stellen, damit sich langfristig etwas ändert (da es sich um eine Straftat oder
Ordnungswidrigkeit handelt, muss die Polizei reagieren)
✔ Giftköder-Gefahr melden (z. B. über APP oder Social Media)

    Hat dein Hund einen vermeidlichen Giftköder gefressen, solltest du bei Verdacht direkt einen Tierarzt oder eine Tierärztin aufsuchen, damit keine Zeit verschwendet wird. 

    Typische Symptome

    • Erbrechen, 
    • starker (blutiger) Durchfall, 
    • Blut im Rachenraum oder Erbrochenem, 
    • Lähmungserscheinungen,
    • Krämpfe, 
    • Speicheln, 
    • Zittern, 
    • Kreislaufprobleme.
     

      Bessere Orientierung

      Signal “Weiter”

      Befindet dein Hund sich in deiner unmittelbaren Nähe, kann ein einfaches Signal dabei helfen, die Orientierung an dir aufrecht zu halten. Das „Weiter“ ist im Alltag ein sehr sinnvolles Signal und kann in vielen unterschiedlichen Situationen verwendet werden, wie z. B.:

      • Wenn der Hund trödelt oder schnuppert.
      • Nach einer Pause, um dem Hund zu signalisieren, dass es weitergeht.
      • Sollte der Hund an Kot, Essensresten, Dreck oder anderen unangenehmen Dingen schnuppern.
      • Kurz vor dem Wälzen.
      • Wenn der Hund etwas erspäht oder fixiert.
      • Bei Begegnungen, an denen der Hund weitere gehen soll.

      Dem Hund wird mit „Weiter“ signalisiert, dass er weitergehen soll, egal, was er tut. Es ist demnach ein Abbruchsignal. 

      • Beginne das Training von „Weiter“ zunächst einmal mit einem Reiz
      • Du kannst den abzulenkenden Reiz künstlich herstellen, indem du ein gefülltes Futterspielzeug auf den Boden legst.
      • Führe deinen Hund in ausreichendem Abstand zum Reiz daran vorbei.
      • Sobald dein Hund die Aufmerksamkeit dem Reiz zuwendet, gibst du das Signal „Weiter“ und motivierst den Hund zum Weitergehen.
      • Du kannst zur Motivation deine Dynamik verändern, indem du deine Dynamik erhöhst (z.B. hohe Stimme und durch weg joggen), in die Hände klatscht oder aber lockst.
      • Solltest du es nicht schaffen, dass der Hund sich vom Reiz abwendet, war die Distanz zu nah. Splitte die Situation, indem du dich zwischen deinen Hund und den Reiz stellst. Verwende die Leine ganz leicht, um dem Hund einen Impuls weg vom Reiz zu geben.
      • Dein Hund wird für das Weitergehen markiert (Markerwort) und mit Lob oder Leckerli verstärkt.
      • Verringere die Distanz schrittweise und füge unterschiedliche Reize hinzu. Die Reize kannst du über eine längere Strecke legen, um den Schwierigkeitsgrad zu erhöhen.
      • Führe die gleiche Vorgehensweise draussen in reizarmer Umgebung durch.

      Übe einige Male am Parcours vorbeizugehen und ändere die Reize immer wieder. Klappt das Weitergehen mit „Weiter“ gut, kannst du das „Weiter“ nun immer mehr in euren Alltag integrieren

       

      Hier kannst du dir den kostenlosen Trainingsplan herunterladen. Dafür benötigst du nur einen Account bei uns. Es kommen keine versteckten Kosten auf dich zu, versprochen! ​​

      Trainingsplan "Weiter" zum Download

      Orientierung und Signal "Weiter"

      Die Orientierung vom Hund an dir ist ein wichtiger Faktor, damit es mit der Leinenführigkeit klappt. Unser Ziel ist es, dass der Hund sich nach uns orientiert und nicht wir an ihm. Schaust du deinen Hund ständig an, erhält dein Hund den Eindruck, dass du keinen Plan hast oder dich schlichtweg an ihm orientierst. Um dem Hund bei der Orientierung behilflich zu sein, kann der Mensch mit dem Hund kommunizieren – nicht durch die Leine, sondern durch den Austausch zwischen dir und deinem Hund. Eine faire Kommunikation bedeutet, deinem Hund Rückmeldung zu geben, was er guttut und was er lassen soll. Ziel ist es, dass der Hund durch klare Kommunikation lernt, wie er sich verhalten soll. Das „Weiter“ ist im Alltag ein sehr sinnvolles Signal und kann in vielen unterschiedlichen Situationen verwendet werden, wie z. B. beim Trödeln oder wenn der Hund etwas vom Boden fressen möchte. Dem Hund wird mit „Weiter“ signalisiert, dass er weitergehen soll, egal, was er tut. Es ist demnach ein Abbruchsignal.

      Deine Autoren
      Expertenwissen

      Wir sind Lui & Paulina und Hunde haben uns schon seit unserer Kindheit fasziniert. Nach unserem ersten Studium in Sport und Psychologie, haben wir uns entschieden unsere Leidenschaft zum Beruf zu machen und so ist gemeinsam mit unseren Hunden Vito & Amalia, Vitomalia entstanden. Das Studium der Hundeverhaltenstherapie und den Hundewissenschaften bilden den Grundstein unserer Expertise. Unser gesamtes Hundewissen und mehr als zwei Jahrzehnte an Erfahrung haben wir in unserer Online Hundeschule für unsere Community zusammen gestellt!

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