Calming Signals Beschwichtigungssignale
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Beschwichtigungs-Signale beim Hund: Unterwürfig oder sozial?

Beschwichtigungssignale werden auch heute noch in der Hundewissenschaft stark diskutiert. Während beispielsweise Feddersen-Petersen Beschwichtigungssignale als Bestandteil von submissivem Verhalten versteht, also Verhalten, dass unterwürfig ist, spricht Bradshaw von bindungsförderndem Verhalten, also Zugehörigkeitsgesten. Beschwichtigungssignale sind demnach keine Signale von Schwäche, sondern zeigen die besonders soziale Seite unserer Hunde, indem sie Bindung zulassen und diese aktiv fördern. Beschwichtigungssignale wirken deeskalierend und können bei dem Hund gegenüber eine aggressionsmindernde Auswirkung zeigen.

Generell sind Beschwichtigungssignale kein Zeichen von Schwäche, sondern betonen die Kommunikation von Hunden. Im Training und im täglichen Umgang mit seinem Hund sollte man Beschwichtigungssignale aktiv wahrnehmen, zulassen und fördern.

Zeigt ein Hund besonders gehäuft und viele Beschwichtigungssignale, dann kann das darauf hindeuten, dass der Hund sich sichtlich unwohl fühlt.

Liste von Beschwichtigungssignalen

Diese Liste dient als Unterstützung beim Erkennen von Beschwichtigungssignalen und nennt die gängigsten Beschwichtigungssignale aus der aktuellen Literatur. Die Liste ist nicht als abschliessend zu betrachten und kann ergänzt werden.

  • Lecken der eigenen Nase, Züngeln
  • Gähnen
  • Lächeln
  • Schmatzen
  • Festes Schliessen des Mauls (flache Lippen)
  • Glattziehen des Gesichts
  • Blinzeln
  • Den Blick verkürzen
  • Wegschauen
  • Blick hin und her wandern lassen
  • Kopf abwenden
  • Körper abwenden
  • Zuwenden des Hinterteils
  • Erstarren / Freeze
  • Verlangsamen der Bewegungen
  • Hinlegen
  • Im Bogen gehen
  • Am Boden schnüffeln
  • Ausdrehen des Hinterbeins
  • Welpenverhalten beim erwachsenen Hund
  • Vorderkörpertiefstellung
  • Splitten (Dazwischenstehen)
  • Markieren
  • Sich Schütteln
  • Sich kratzen
  • Übersprungshandlungen

Beschwichtigungssignale beim Hund

 

Tipp für das Training

Beschwichtigungssignale gehören zu einer deeskalierenden Kommunikation bei Hunden und sollten im Training gefördert werden. Du kannst beispielsweise bei einem begegnungsauffälligen Hund üben zu deeskalieren, indem du für Hundebegegnungen ein Signal (z.B. „Such“) für die Futtersuche auf dem Boden trainierst. Dieses Training baust du zunächst Zuhause, dann im Alltag, später dann bei Hundebegegnungen auf. Dein Hund lernt so zwei Dinge: Hundebegegnungen bedeuten etwas Gutes, gleichzeitig deeskaliert er durch Schnüffeln am Boden.

 

Hier kannst du die Beschwichtigungssignale runterladen:

Halt die Ohren steif und immer der Nase nach!

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