Rasseportrait: American Staffordshire Terrier

Auf einen Blick

Der American Staffordshire Terrier ist ein sehr aufgeschlossener und aktiver Hund, der durch seine Wesensstärke besonders hervorsticht. Er kann sehr spritzig und triebig sein, gleichzeitig jedoch ausgeglichen und ruhig, wenn es die Situation bedarf. Er ist intelligent und benötigt besonders viel geistige sowie physische Auslastung

Der American Staffordshire Terrier sollte für seine Größe den Eindruck von großer Stärke vermitteln. Er sollte ein solide gebauter Hund sein, der muskulös, aber beweglich und gefällig wirkt. Er zeigt ein großes Interesse an allem, was in seiner Nähe vor sich geht. Er sollte untersetzt und gedrungen sein, nicht langbeinig oder leicht gebaut. Sein Mut ist sprichwörtlich (09. 01. 1998 / DE / FCI – Standard Nr. 286)

Geschichte

Der American Staffordshire Terrier hat seinen Ursprung im frühen 19. Jahrhundert in England, wo er der Kreuzung der Bulldogge des alten Typs undverschiedenen Terriern entstand.

Dabei ist es heute umstritten, welche Terrier genau für die Kreuzungen gewählt wurden, jedoch geht man nach aktuellen Schätzungen vom Old White English Terrier, Old English Black and Tan Terrier und/oder dem Foxterrier aus. Es entstand eine Hunderasse, die sich durch ihren Mut, die Ausdauer und Hartnäckigkeit auszeichnete und so besonders geeignet für Schlachter zum Bullentreiben oder als Hilfe für die Jagd zum Halten von Wildschweinen und anderem Wild war. Schließlich führte der tapfere Charakter dieser Hunde zu einem sehr blutigen Sport — Der Bullen- und Bärenhetze.

Nachdem um 1835 herum dieser blutige Sport in England verboten wurde, kam es zu Kämpfen gegen Dachs und Ratte aber auch zu Hundekämpfen in geheimen und versteckten Kampfringen, den sogenannten „Pits“, bei denen die Hunde gegeneinander — bis zum Tod — kämpfen mussten. Aufgrund seiner Charaktereigenschaften, wie dem starken Durchhaltevermögen, der Hartnäckigkeit, der großen Tapferkeit und der enormen Kraft, war er besonders erfolgreich während der Hundekämpfe. Von Kampfhunden wurde gegenüber der Besitzer und anderer Menschen Loyalität, Zahmheit und ein reaktionsstarkes Wesen, das von Gehorsamkeit geprägt ist, abverlangt, das einen Eingriff im „Pit“ jederzeit ermöglichte. 

Mit dem Ende des Amerikanischen Bürgerkrieges Mitte des 18. Jahrhunderts und dem Verbot der Hundekämpfe in England wanderten viele Engländer mit ihren Hunden nach Amerika aus. Dort wurde der brutale Sport der Hundekämpfe weitergeführt. Bei der Zucht legte man nun mehr Wert auf die Größe der Hunde. Zu dieser Zeit hatten diese Hunde noch keinen einheitlichen Zuchtstandard sowie einheitlichen Namen und so waren sie bekannt unter Pit Bull Terrier, American Bull Terrier, American Pit Bull Terrier und später auch Yankee Terrier. 

Es wuchs allmählich der Wunsch nach einer Showline und so wurde er 1936 vom American Kennel Club als Staffordshire Terrier erstmalig registriert.

Das ist der wesentliche Zeitpunkt, bei dem es zu einer klaren Trennung von dem heutigen American Pitbull Terrier und dem American Staffordshire Terrier kam. 1972 wurde der Name dann in American Staffordshire Terrier umbenannt. Zu dieser Zeit war der American Staffordshire Terrier bereits wesentlich größer und schwerer als sein aus England kommender Vorfahre, denn die Züchter wollten sich im Erscheinungsbild wie auch im Namen deutlich vom Staffordshire Bulltierrer abgrenzen. Während der American Pitbull Terrier immer noch für seinen ursprünglichen Grund verwendet und gezüchtet wurde, grenzten sich die Züchter des American Staffordshire Terriers immer mehr ab und so entstand der American Staffordshire Terrier wie wir ihn heute kennen: Ein ausgeglichener und gesunder Familienhund, der durch seine Loyalität und Verspieltheit seine Besitzer verzaubert. Er ist intelligent und sehr ausdauernd und benötigt ein Zuhause, das ihm die von ihm benötigte hohe physische und mentale Auslastung bietet und ihn liebevoll und konsequent erzieht.

Der heute wohl berühmteste American Staffordshire Terrier ist der Filmhund Pete oder auch Petey von den „Kleinen Strolchen“. Ein anderer berühmter American Staffordshire Terrier war Stubby, der während des Ersten Weltkrieges lebte und sogar die Auszeichnung zum Sergeant erhielt.

   

Abgrenzung vom American Pitbull Terrier

Im Gegensatz zum American Pitbull Terrier, ist der American Staffordshire Terrier grösser, schwerer und hat vor allem einen eher quadratischen und breiten Schädel. Der American Pitbull Terrier hat hingegen einen eher spitz verlaufenden Schädel.

Halt die Ohren steif, und immer der Nase nach!

 


Quelle: https://www.fci.be & https://www.akc.com

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4 Kommentare. Hinterlasse eine Antwort

  • Verträgt er sich mit anderen Hunden?

    Antworten
    • Wenn man sie von klein auf an andere Hunde gewöhnt, definitiv ja. Dies sollte man aber generell mit jeder Rasse tun.

      Antworten
    • Gerade bei Hunderassen, die in ihrer früheren Zucht für Hundekämpfe misshandelt wurden, ist es sehr wichtig sie frühzeitig an andere Hunde zu gewöhnen und zu sozialisieren. Unsere Hunde sind dafür der beste Beweis:
      Vito haben wir vom Welpenalter an, wir haben viel Wert auf die Sozialisierung gelegt und er ist ausgeglichen und sehr freundlich. Unsere Amalia hingegen haben wir im frühen Junghundalter übernommen. Sie hat keine Sozialisierung erfahren und ist unverträglich.
      Bei diesen Rassen muss viel Wert auf eine gute Sozialisierung gelegt werden.

      Antworten
  • Der Amstaff ist ein aufgeweckter, gelegentlich verspielter Vierbeiner, der gerne durch die Natur zieht. Er eignet sich fur Hundesport aller Art. Zuweilen wird er auch als Rettungshund eingesetzt. Er ist ein guter Wachter. Der American Staffordshire Terrier steht verbreitet auf den Listen angeblich gefahrlicher Hunde. Reisen in die Niederlande oder nach Danemark verbieten sich, da man Gefahr lauft, dass die Hunde von der Stra?e weg beschlagnahmt und euthanasiert werden. Auf der Stra?e muss man mit Pobelei von Leuten wegen des Hundes rechnen.

    Antworten

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